Dein Auto ist eine Investition

Es müssen nicht immer Aktien oder Immobilien sein. Erweitere deinen Anlagemix - mit Autos, die bereits wertvoll sind oder das Potenzial haben, es zu werden! Auf einige Auswahlkriterien bei Young- oder Oldtimern solltest du besonders achten.

Nicht jeder Garagenfund ist ein Oldtimer

Ein Oldtimer ist das ultimative Liebhaberstück. Doch das alte Auto in Opas Garage ist nicht gleich ein Oldtimer! Was in Deutschland in diese Kategorie fällt, ist im Paragraf 2, Nummer 22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) gesetzlich geregelt. Demnach dürfen sich Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals zugelassen wurden und weitestgehend im Original- und vor allem in gutem Zustand sind, Oldtimer nennen. Erfüllt ein Auto diese Kriterien, kann man dafür eine sogenannte H-Zulassung beantragen. Das bedeutet, dass es sich bei diesem Modell um ein historisches Fahrzeug handelt. Kulturgut auf Rädern quasi. Dieser Status ist zwar keine Garantie für eine kontinuierliche Wertsteigerung, aber gerade Sportwagen von Porsche oder Ferrari sind eine lukrative Investition.
Doch wie wählst du nun den passenden Klassiker als Wertanlage aus? Sieh dir die bisherige Wertentwicklung von verschiedenen Modellen an. Eine relevante Quelle ist dabei der Deutsche Oldtimer Index. Der Verband Deutscher Autobauer (VDA) veröffentlicht diesen seit 1999 und zeigt darin, welche Modelle den höchsten Wertzuwachs vorweisen.

Youngtimer gewinnen an Beliebtheit und Wert 

Im Gegensatz zu Oldtimern ist in Deutschland nicht rechtlich festgelegt, welcher Wagen als sogenannter Youngtimer zählt. Wenn es um die Wertanlage geht, gelten vor allem Nischenmodelle aus den 1980er- und 1990er-Jahren in der Branche als vielversprechend. Also Fahrzeuge, die nur in geringer Stückzahl produziert wurden. Beispiele dafür sind der Fiat Panda (Baujahr 1980-2003), der Lancia Thesis (Baujahr 2002-2009), der Mercedes W 124 Cabrio (Baujahr 1991-1997) oder der Renault Sport Spider (Baujahr 1995-1999).

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Vorteil von Youngtimern: Du kannst sie theoretisch noch problemlos im Straßenverkehr fahren. Ersatzteile sind noch häufiger erhältlich als bei älteren Modellen, und durch die geringe Elektronik sind Reparaturen meist nicht so knifflig wie bei neuen Modellen.

Achtung: Deine rollende Wertanlage sollte jedoch nicht zu viel genutzt werden. Denn der Wert des Autos hängt in jedem Fall von den Gebrauchsspuren ab. Erreicht dein Youngtimer die 30-Jahre-Marke, solltest du darauf achten, dass nur Originalteile eingebaut bzw. das Modell immer zeitgenössisch repariert wurde. Sonst wird es schwierig, die H-Zulassung - also den Oldtimerstatus - zu bekommen.
Deutschlands größter Marktplatz für Automobile, mobile.de, analysiert seit 2011 in Kooperation mit Fokus die Wertentwicklung bei Young- und Oldtimern.

Daran solltest du vor dem Autokauf als Wertanlage denken

Bei Oldtimern ist der Zustand des Modells ausschlaggebend für dessen Wert. Sieht man dem Auto sein Alter an, steigt der Wert kaum über die Jahre. Um eine Wertsteigerung zu erzielen, muss der Wagen in gutem Zustand sein.
Ergo: Du musst einiges investieren, bevor du von deinem Oldtimer profitieren kannst. Nicht nur finanziell, sondern auch zeitlich! Original Ersatzteile sind schwierig zu beschaffen oder nicht mehr verfügbar und müssen darum oft aufwendig per Hand nachgebaut werden. Spezialisierte Werkstätten haben jahrelange Wartelisten. Die Restauration selbst kann dann weitere Jahre in Anspruch nehmen. Das alles kostet mehrere Tausend Euro. Doch nur so kannst du gewährleisten, dass dein Auto fachgerecht hergerichtet ist und den Titel "Oldtimer" verdient. Als Faustregel kann man sagen: Je besser das Auto zum Kaufzeitpunkt in Schuss ist, desto geringer sind die Instandhaltungskosten. Wie viel genau investiert werden muss, ist von Oldtimer zu Oldtimer unterschiedlich und schwer vorhersehbar.

Bei Youngtimern gestaltet sich die Reparatur und Instandhaltung oft einfacher, da wenig Elektronik verbaut und Ersatzteile meistens noch erhältlich sind. Doch laufende Kosten wie Kfz-Steuer und Versicherung übersteigen die von Oldtimern mit H-Zulassung. Hinzu kommen Wartung und natürlich Sprit, wenn du mit deinem Youngtimer noch auf der Straße unterwegs sein willst.

Generell solltest du deine neue Wertanlage nach einer geringen Produktionsmenge bzw. geringen verbleibenden Stückzahl auswählen. Hier gilt, je rarer, desto wertvoller. Der Zustand des Fahrzeugs ist, wie bereits erwähnt, essenziell. Und eine "Story" hinter dem Wagen bringt Extra-Rendite. Hat das Auto beispielsweise Renngeschichte geschrieben oder gehörte früher Elvis Presley, steigert das den Wert. 

Fazit: Egal, ob Young- oder Oldtimer: Wenn du ein Auto als Wertanlage kaufst, solltest du nicht nur nach dem eigenen Geschmack entscheiden. Schau dir die individuelle Wertentwicklung des Modells an. Und wichtig: Kalkuliere, was du investieren musst. Also Kaufpreis, laufende Kosten und das Risiko, dass das Auto nicht wertvoller wird, nicht vergessen. Denn gerade bei Youngtimern ist häufig noch unklar, ob die prognostizierte Wertentwicklung in Zukunft auch anhält.

Der Volkswagen Bulli T2 (Baujahr 1967–1972) ist heute siebenmal mehr wert als 1999. Damit ist er laut VDA das Modell mit dem größten Wertzuwachs im Ranking. 

Ein weiteres wertvolles Modell ist der Citroën 2CV 6, auch bekannt als Ente.

Oder der Mercedes 300 SL: Für ein gut erhaltenes Modell musst du mindestens eine halbe Million Euro hinlegen. Zum Vergleich: 1954 lag der Preis noch bei 29.000 DM (umgerechnet ca. 14.827 Euro).

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Wer schreibt hier?

Nils aus der mobile.de Redaktion schreibt seit 20 Jahren über Autos. Seine Lieblingsthemen sind Youngtimer und Antriebsmodelle.

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